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Über Bochum erneut ins Finale

Die Cologne Falconets waren gewarnt, als sie zum Halbfinale gen Ruhrpott aufbrachen. Im vergangenen Jahr konnten sich die Domstädter erst nach Verlängerung gegen die Bochum Miners durchsetzen. Dass sich der Zweite der nördlichen NRW-Staffel dafür revanchieren wollte, lag auf der Hand. Die Kölner machten aber von der ersten Minute an klar, dass sie erneut ins Finale um die Deutsche Meisterschaft im 9er-Tackle einziehen wollten.


Direkt im ersten Offense-Drive überraschten die Kölner die Gastgeber mit schnellen Angriffsversuchen, die schlussendlich in einem Touchdown des glänzend aufgelegten Quarterbacks Dora Jung mündete. Der zweite etatmäßige Spielmacher Ramona Aigner erhöhte mit einem sehenswerten Pass und einem noch sehenswerten Catch von Receiver Sophia Ebner auf 8:0.

Die bestens eingestellten Bochumer antworteten ihrerseits mit einer starken ersten Angriffsserie. Die Kölner Defense, die bis zum Halbfinale noch keinen Touchdown hinnehmen musste, hielt allerdings stand und konnten den Anschluss verhindern. Die Offense der Falconets machte direkt dort weiter, wo sie aufgehört hatte und erhöhte durch ein Zusammenspiel zwischen Jung und Receiver Anna Schatz auf 14:0.

Vorentscheidung vor der Pause

Die Defense der Gäste war nun vollends im Spiel und hatte auf die variantenreichen Angriffe der Bochumer, angeführt vom starken Quarterback Swantje Krause, stets die richtige Antwort parat. Auf der Gegenseite lief die Kölner Offense heiß und erhöhte bis zur Pause durch weitere Touchdowns von Jung und Schatz auf 30:0.

Im zweiten Durchgang ließen es die Domstädter langsamer angehen, konnten allerdings durch einen weiteren Jung-Touchdown auf das beruhigende Zwischenergebnis von 36:0 erhöhen. Die Miners steckten bis zum Schlusspfiff nicht auf und setzten durch Krause, die verletzt die Partie zu Ende spielen musste, den völlig verdienten Schlusspunkt zum 36:6.

„Nachdem wir das Bochumer Viertelfinalspiel gegen Crailsheim eingehend analysiert hatten, war klar, dass wir nicht auf die gleiche Mannschaft aus dem Vorjahr treffen würden. Dementsprechend waren wir auf die abwechslungsreichen Angriffe der Miners eingestellt und wurden nicht überrascht. Ich muss der gesamten Mannschaft ein großes Kompliment machen, die einmal mehr seriös und unheimlich professionell agierte“, analysierte nach der Partie Headcoach Remo Schatz.

Kölner Derby im Finale

Nach dem letztjährigen Finale in Mülheim, als die Domstädter gegen die Mülheim Shamrocks als krasser Außenseite antraten, ist ihnen in diesem Jahr die Favoritenrolle sicher. Auf der heimischen Ostkampfbahn kommt es gegen die Cologne Ronin zum dritten Stadtderby in dieser Saison. Die beiden Ligapartien konnten die Rot-Weißen für sich entscheiden. Auf die leichte Schulter nehmen die Falconets das abschließende Saisonspiel aber mitnichten.

„Wir nehmen die Favoritenrolle an“, gibt sich Schatz selbstbewusst, stellt jedoch klar: „Aber selbstverständlich werden wir die Ronin nicht unterschätzen. In den vergangenen zwei Jahren trafen wir viermal auf die Rodenkirchener und das Team hat sich immer von Spiel zu Spiel um einhundert Prozent gesteigert. Man sieht in jedem Spiel, dass die Ronin hervorragend gecoacht sind und immer voller Selbstvertrauen auftreten. Demnach ist es nur folgerichtig, dass sie es ins Finale geschafft haben.“

Die Südkölner setzten sich am vergangenen Wochenende gegen die hochgehandelten Wuppertal Greyhounds durch und zogen nach einem 12:0 ins Endspiel ein. In einer zunächst schleppenden Partie stellten die Kölner in der zweiten Hälfte die Weichen auf Sieg und gewannen am Ende völlig verdient.

Der Kickoff auf der Kölner Ostkampfbahn erfolgt am kommenden Samstag um 13 Uhr. Rund um das Endspiel wird ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie sowie ein reichhaltiges Catering geboten. Als Ausrichter freuen sich die Cologne Falconets, die zudem ihr zehnjähriges Jubiläum feiern, auf euren Besuch.

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